Lernatelier
Hier informieren wir über das LERNatelier, in dem Schülerinnen und Schüler selbstständig lernen, ihre Eigenverantwortung stärken und individuell begleitet werden. Es ergänzt den kursorischen Unterricht und fördert wichtige Kompetenzen für die Zukunft.
Hier informieren wir über das LERNatelier, in dem Schülerinnen und Schüler selbstständig lernen, ihre Eigenverantwortung stärken und individuell begleitet werden. Es ergänzt den kursorischen Unterricht und fördert wichtige Kompetenzen für die Zukunft.
LERNatelier – Selbstreguliertes Lernen
Die Schulen Seedorf und Attinghausen setzen mit dem LERNatelier ein lernwirksames und zukunftsorientiertes Konzept zur Schul- und Unterrichtsentwicklung um. Ziel ist es, das selbstregulierte Lernen unserer Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis in die Oberstufe aufzubauen und zu stärken. Dadurch fördern wir vertieftes fachliches Lernen, die Motivation und den Aufbau wichtiger überfachlicher Kompetenzen. Damit erfüllen wir den Bildungsauftrag gemäss Lehrplan 21 und schaffen die Voraussetzungen für lebenslanges Lernen in einer kaum absehbaren Zukunft.
Einordnung im kantonalen Kontext
Am 1. August 2026 tritt die revidierte kantonale Stundentafel für die Volksschule in Kraft. Neu werden auf allen Schulstufen im Kanton Uri offene Lerngefässe verbindlich eingeführt. Schülerinnen und Schüler sollen ihre individuellen Lernprozesse eigenständig planen, durchführen und reflektieren und so Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. Die LERNateliers an unseren Schulen entsprechen dieser Zielsetzung bereits in hohem Masse.
Grundlagen des LERNateliers
Das LERNatelier basiert auf lern-, motivations- und neuropsychologischen Grundlagen und ermöglicht Schülerinnen und Schülern, ihre Selbstregulation und Eigenverantwortung im und für den Lernprozess zu stärken. Das LERNatelier mit seinen geöffneten Lernstrukturen ergänzt den klassischen, direkt geführten Unterricht.
Wichtige Elemente unseres LERNateliers
Selbstregulation durch hohe Selbststeuerung: Damit Selbstregulation möglich ist, braucht es einen hohen Anteil an Selbststeuerung durch unsere Lernenden. Im LERNatelier sind die Aufgaben so gestaltet, dass Offenheit gewährleistet ist und unsere Lernenden aktiv (mit)steuern können (z.B. indem sie für sie spannende oder relevante Themen bearbeiten dürfen, das Vorgehen selbst planen oder sich eigene Ziele setzen können).
Unsere Schülerinnen und Schüler gestalten ihre Lernprozesse zunehmend eigenständig. Dies bedingt unter anderem, dass sie gemäss ihren individuellen Möglichkeiten und Kompetenzen die Planung im LERNatelier übernehmen. Sie reflektieren regelmässig ihre Arbeiten und ihr Lernen und leiten daraus Weiterentwicklungsmöglichkeiten ab.
Lernbegleitung: Obwohl Selbststeuerung im Zentrum steht, werden unsere Lernenden bei der Planung und Durchführung ihrer Arbeit von unseren Lehrpersonen gezielt unterstützt. Dabei folgen sie dem Prinzip «Hilfe zur Selbsthilfe». Dies stärkt die personale Kompetenz, insbesondere die Autonomie und das Selbstbild. Situativ setzen wir unterschiedliche Methoden und Möglichkeiten zur Lernbegleitung ein. Wir berücksichtigen dabei die unterschiedlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten der einzelnen Lernenden.
LERNatelier als Ergänzung zum kursorischen Unterricht: LERNatelier als Ergänzung zum kursorischen Unterricht: Die Frage «Was ist besser, direkt geführter Unterricht oder Selbstlernanlage (LERNatelier)?» stellt sich für uns nicht. Das geeignete Arbeits- und Unterrichtssetting wird situativ eingesetzt. Unsere Lehrpersonen wählen gezielt das passende Setting für die jeweiligen Lernziele und -inhalte. Während in direkt geführten Lernphasen grundlegende Kompetenzen, Strategien und Techniken aufgebaut werden, bietet das LERNatelier Raum zum Üben, Vertiefen, Anwenden und Erweitern. So werden im kursorischen Unterricht Grundkompetenzen (z.B. Lesestrategien, mathematische Grundlagen) aufgebaut, welche dann im LERNatelier vertieft, weitergeführt, weiterentwickelt oder repetiert werden können. Zudem können auch einzelne Lerninhalte ins LERNatelier ausgelagert werden. Das LERNatelier ist nicht an den kursorischen Unterricht gebunden, d. h. es können auch Themen bearbeitet werden, die im kursorischen Unterricht nicht behandelt werden.
Umfang LERNatelier: Das LERNatelier umfasst auf der Primarstufe 4 bis 6 Lektionen und auf der Oberstufe 7 bis 9 Lektionen. Die Zeitressourcen für das LERNatelier werden aus unterschiedlichen Fächern beigesteuert und können variieren.
Beurteilung und Bewertung: Arbeiten, bzw. Ergebnisse aus Aufträgen des LERNateliers werden mit einem Feedback einer Rückmeldung beurteilt. Die Beurteilung ist immer kriterienorientiert und kann sowohl als Selbst-, Peer- oder Lehrpersonen-Beurteilung erfolgen. Dem individuellen Lernfortschritt und Lernprozess gilt dabei ein besonderes Augenmerk.
Vereinzelt werden Lernprodukte auch summativ, also mit einer Note bewertet. Dies wird vorgängig transparent gemacht.
Bei Fragen zu unseren LERNateliers können Sie sich sehr gerne an die Schulleitung oder die Qualitätsbeauftragten wenden.
Flavio Müller-Huber, Schulleitung PS & KS Seedorf (
Tobias Scheuteri, Qualitätsbeauftragter KS Seedorf (
Simon Arnold, Qualitätsbeauftragter PS Seedorf (
